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Geißelspinnen sind nachtaktiv. Tagsüber verbergen sie sich in Spalten oder Höhlungen, oft im Wurzelbereich von Bäumen. Nachts gehen sie auf Jagd nach Heuschrecken, Nachtfaltern und anderen Insekten. Dabei sitzen sie oft ruhig an einem Platz und bewegen nur ihre Tastbeine in alle Richtungen. Hat die Geißelspinne ein Beutetier ertastet, so kriecht sie langsam immer näher, um dann blitzartig mit ihren Pedipalpen zuzuschlagen.
Geißelspinnen haben ein fest umgrenztes Revier. Dazu gehört in der Regel ihre Höhle und ein bestimmter Abschnitt am Stamm eines Baumes, wobei dieser Abschnitt eine bestimmte Größe haben muß. Erst ab einer bestimmten Baumdicke kann man also mehrere Exemplare am selben Stamm antreffen.
Das Weibchen legt zwischen 20 und 40 Eier ab. Diese werden in einem Brutsack mitgetragen, bis nach ca. dreieinhalb Monaten die Pränymphen schlüpfen. Diese bleiben noch einige Tage auf dem Hinterleib der Mutter, bis sie sich schließlich zu Protonymphen häuten und dann die Mutter verlassen. Nach fünf bis acht weiteren Häutungen sind die Jungtiere geschlechtsreif, wachsen dann jedoch ein Leben lang weiter. |