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| Unsere Unterkunft bei Jaciara |
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Die Chapada dos Guimarães ist eine Hochebene östlich von Cuiabá. Sie liegt einige hundert Meter höher als das Pantanal. Entsprechend angenehmer ist das Klima. In der von uns besuchten Gegend wurde das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt, unter anderem mit dem monokulturellen Anbau von Sojabohnen. |
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| Die intensive Nutzung geht nicht spurlos an der Natur vorüber. So befand sich im Untersuchungsgebiet eine riesige mehrere Meter tiefe Erosionsrinne, die nach dem Abernten eines Feldes bei nur einem einzigen Unwetter in den Boden gerissen worden war. |
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| Soja-Monokultur... |
...und die Folgen |
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SHIFT steht für Studies on Human Impact on Forests and Floodplains in the Tropics. Es handelt sich dabei um ein Entwicklungsprogramm gemäß eines deutsch-brasilianischen Regierungsabkommens. Im Rahmen der SHIFT-Projekte werden tropische Ökosysteme im Hinblick auf abiotische und biotische Faktoren untersucht. Das Interesse der brasilianischen Regierung liegt dabei eher im Bereich der Nutzbarkeit dieser Gebiete, während für die deutsche Seite vor allem Grundlagenerkenntnisse wichtig sind.
Das SHIFT-Projekt bei dem wir mithalfen wurde von Max Planck Institut Plön in Zusammenarbeit mit der federalen Universität in Cuiabá durchgeführt. Projektleiter war Matthias Wantzen.
Ziel des konkreten Projektes war es, das Ökosystem eines Baches bei der Fazenda Santa Fé in der Nähe von Jaciara zu untersuchen. Dazu wurden verschiedene Versuche durchgeführt: |
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Dieser Versuch sollte den Nährstoff-Verbleib im Bach untersuchen. Dazu wurden Blätter verschiedener Bäume markiert und sowohl in nassem als auch in trockenem Zustand in den Bach geworfen. In regelmäßigen Abständen wurden diese Blätter dann an vorher installierten Barrieren wieder aus dem Bach genommen und quantitativ erfasst. Zum Schluß wurden alle markierten Blätter, die auf dem Weg zu den Barrieren hängen geblieben waren eingesammelt und ebenfalls quantitativ erfasst. Auf diese Weise konnte festgestellt werden in welchem Maße Nährstoffe, die in den Bach eingetragen werden, dort verbleiben, oder ob sie gleich weitergeschwemmt werden. |
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| Chris beim Markieren der Blätter |
Entnahme der Blätter |
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Mit diesem Versuch sollte der Eintrag von terrestrischen Insekten in den Bach untersucht werden. Außerdem sollte untersucht werden, wie dicht unterschiedliche Baumarten des Galeriewaldes besiedelt sind.
Dazu wurden unter den Versuchsbäumen möglichst flächendeckend Trichterfallen aufgehängt, in denen herabfallende Insekten eingefangen wurden. Anschließend wurden die Bäume mit Pyrethrum eingenebelt. Die 'Beute', die nach dem Schütteln der Bäume dann in die Sammelgefäße gefallen war, wurde anschließend quantitativ und qualitativ ausgewertet. |
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| Autor des Artikels im Exkursions-Bericht: Peter Petermann |
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| Peter Petermann, Matthias Recke und Kai Zanzinger genießen eine Coco Gelada |
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Neben den ökologischen Untersuchungen rund um den Bach beschäftigte sich auch eine Gruppe um Peter Petermann mit den Vögeln des Gebietes. Dabei wurden 5 Japan-Netze an unterschiedlichen Standorten aufgespannt. Insgesamt waren diese Netze dann ca. 41 Stunden im Einsatz. Trotz dieser hohen Zahl gingen jedoch nur insgesamt 7 Individuen (6 verschiedene Vogelarten) ins Netz. Dies ist relativ wenig. |
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Gründe könnten sein, daß am ersten Tag die Netze erst spät aufgespannt wurden und andererseits, daß die Netze im Grasland wegen Windes und der sowieso geringen Anzahl an Grasland-Vögeln unergiebig waren. Unabhängig von den wenigen in Netzen gefangenen Vögeln, konnten im Gebiet dennoch um die 55 Vogelarten boebachtet werden. |
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| Die Höhle |
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Am 27. März verließen wir die Chapada dos Guimarães wieder und fuhren auf einem kleinen Umweg zurück nach Cuiabá. Sinn der Sache war die Besichtigung einer Höhle, die mit einigen Überraschungen aufwarten konnte. Nicht nur daß man in ihr sehr gut Fledermäuse beobachten konnte, sie war auch von einigen Geißelspinnen besiedelt. |
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Das allergrößte Highlight der Höhle war jedoch nicht die außergewöhnliche Fauna, sondern die Tatsache, daß sie einen richtigen Whirlpool mit frischen kühlem Wasser aufzuweisen hatte, der gerade so groß war, daß die ganze Exkursion hineinpaßte.
Auf der weiteren Fahrt, die auch einige schöne Vogelbeobachtungen mit sich brachte (Seriema, Cariama cristata) besuchten wir abends noch einen Wasserfall und schließlich den Centro Geodésico, den geographischen Mittelpunkt Südamerikas.
Nach einer weiteren Nacht im Hotel in Cuiabá reisten wir am folgenden Tag, dem 28. März weiter nach Rio de Janeiro und von dort zum letzten Etappenziel, nach Macaé. |
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